07.05.2026 | 19:00 Uhr | Nordpol
In der Veranstaltung soll über zwei wesentliche politische Fragen informiert und diskutiert werden. Erstens geht es um eine
historisch-ideologische Einordnung: Was ist eigentlich “Faschismus”? Der Begriff tauchte massenwirksam zuerst als Selbstbezeichnung in der italienischen extremen Rechten in den frühen 1920er Jahren auf. Sehr schnell wurde die Bezeichnung “Faschist” aber von liberalen und linken Gegner*innen als politischer Kampfbegriff genutzt – was seine Bedeutung durchaus verwässerte.
Es soll daher versucht werden, den Begriff “Faschismus” jenseits von der moralischen Ablehnung mit Inhalt zu füllen und sich einer Definition anzunähern. Dazu wird ein kurzer Überblick über die vergleichende Faschismusforschung geliefert.
Der zweite Schwerpunkt des Abends soll beleuchten, wie viel Faschismus in den neuen rechtspopulistischen Tendenzen in der westlichen Welt steckt. Kann gar etwas wie der Nationalsozialismus zurückkommen? Für die meisten Historiker*innen war bis vor Kurzem die “Ära des Faschismus” 1945 schlicht zu Ende gegangen, solche Fragen stellten sich daher nicht. Aber stimmt das angesichts des Rechtspopulismus von Donald Trump, Victor Orbán bis hin zur AfD noch?

