14.10.: Wie gefährlich war die rechtsterroristische “Gruppe S”?

Donnerstag | 14. Oktober | 20:00 Uhr | Mehmet-Kubaşık-Platz

Die rechtsterroristische “Gruppe S” plante Anschläge auf Moscheen, wollte Grünen-Politiker und Antifas ermorden. Durch diesen Terror wollte sie offenbar einen Bürgerkrieg entfachen, der in einer nationalsozialistischen Gesellschaftsordnung münden sollte. Eine Initiative hat sich zur Prozessbeobachtung zusammengefunden und berichtet nun beim Antifa Café über die wichtigsten Erkenntnisse rund um die rechte Gruppe.

Bevor sie ihre Pläne umsetzen konnte, wurde die “Gruppe S” im Februar 2020 verhaftet. Wenige Tage zuvor hatte sie bei einem Treffen im nordrhein-westfälischen Minden ihre rassistischen Anschlagspläne konkretisiert, Waffendeals geplant und dafür fünfstellige Geldbeträge gesammelt. Seit einem halben Jahr wird zwölf Angeklagten der Prozess in Stuttgart-Stammheim gemacht. Ohne großes öffentliches Interesse ist es eines der größten Terrorverfahren gegen die rechte Szene. Wie gefährlich war die “Gruppe S”? Was hätte sie getan, wären ihnen nicht die Behörden zuvorgekommen?

Im Vortrag wird die Gruppenstruktur näher beleuchtet. Wie entstand sie? Welche Kontakte hatte die Gruppierung in andere rechte Organisationen? Wer hatte Entscheidungsgewalt, wer war lediglich Unterstützer? Und wer sitzt nicht in Stuttgart auf der Anklagebank, war aber trotzdem wichtig für die “Gruppe S”?

Ein Fokus des Vortrags wird auch auf dem Angeklagten liegen, der selbst Mitglied der “Gruppe S” war und seine Kameraden an die Polizei verraten hat. Im Prozess konnte bislang nicht geklärt werden, ob er ein V-Mann, Agent Provocateur oder ein einfacher Zeuge ist. Diese Frage könnte zentral für den Ausgang des Verfahrens sein. Bislang fanden rund 30 Verhandlungstage statt, geplant sind noch Termine bis 2023. Der Vortrag gibt einen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse und wagt einen Ausblick in die Zukunft der “Gruppe S” und des Verfahrens.


Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.

Ohne die Corona-Pandemie würde das Antifa Café im Nordpol stattfinden. Wir freuen uns, wenn ihr den Laden mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft unterstützt.

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10.09.: It ain’t safe – Mehr als nur gegen die AfD

Donnerstag | 09. September | 19:00 Uhr | Mehmet-Kubaşık-Platz

Die Bundestagswahl steht vor der Tür und wie jedes Mal stehen auch einige (extrem) rechte Parteien auf der Matte. Während die meisten kaum berechtigte Hoffnungen auf Mandate haben, die Bühne aber dankbar nutzen, kann die AfD sich auf den erneuten Einzug freuen. Und auf finanzielle Zuwendungen. Ein ‘Weiter so’ unter CDU, SPD und Co. gegen die Ambitionen der Rechten zu verteidigen, kann allerdings nicht erst seit Klimakrise und Pandemie kein Ziel linksradikaler Perspektive sein.

Der Vortrag der Kampagne ‘Nationalismus ist keine Alternative’ (NIKA) umreißt einerseits kurz den aktuellen Stand bei der AfD, verortet sie im aktuellen politischen Geschehen und stellt am Ende Vorschläge für den praktischen Umgang mit dem Wahlkampf vor. Unter dem Motto “it ain’t safe” versucht NIKA nicht nur, eine Kritik an der bestehenden Elendsverwaltung, sondern auch an ihrem rechten Gegenpart zu formulieren. Zentraler Punkt sind dabei die Diskurse um Sicherheit und die Frage, wessen Sicherheit hier eigentlich gemeint ist.


Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.

Ohne die Corona-Pandemie würde das Antifa Café im Nordpol stattfinden. Wir freuen uns, wenn ihr den Laden mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft unterstützt.

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12.08. Keine Tür zum Schließen – Wohnungslosigkeit in Dortmund

Keine Tür zum Schließen

Der Schlafsack im Ladeneingang, der Bettler in der Fußgängerzone, die Reste einer „Platte“ am Bahndamm. Es sind ganz bestimmte Bilder, die unsere Vorstellung von Wohnungslosigkeit prägen. Diese Bilder zeigen meist aber nur einen Teil der Betroffenen. In der Realität gibt es zwischen Straße und eigener Wohnung viele Stufen und Umstände. Auf dem Weg aus der Wohnungslosigkeit liegen Rückschläge und bürokratische Hürden, Zugänge und Ausschlüsse, Sicht- und Unsichtbarkeiten, repressive Ordnungspolitik und die Verdrängung aus dem öffentlichen Raum und der Stadt als Erlebnis- und Konsumzone. Alexandra Gehrhardt ist Journalistin und Redakteurin beim Straßenmagazin bodo.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr auf dem Mehmet-Kubaşık-Platz.

Eine Veranstaltung des Antifa Café Dortmund, ermöglicht durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Normalerweise findet das Antifa Café im Nordpol statt. Lasst dem Laden gerne eine Spende da. Er hat am 12. August ab 18 Uhr geöffnet.

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PM: Polizei schreckt Menschen vor Teilnahme an Versammlung ab

Am 09.06. veranstaltet das Antifa Café Dortmund ab 19 eine Kundgebung unter dem Motto “Gegen Polizeiwillkür und Repression gegen Fußballfans” auf dem Mehmet-Kubaşık-Platz, der wie die Münsterstraße, seit Juni kameraüberacht wird. Hierbei handelte es sich, um eine Versammlung, die nicht überwacht werden darf. In einem Gerichtsverahren in Köln war erwirkt worden, dass Kameras sichtbar abgeschaltet werden müssen, z.B. indem sie verhüllt werden. Die Polizei Dortmund möchte dem laut eigener Aussage nicht folgen. Die Veranstalter:innen kündigen, in Kooperation mit der Initiative gegen Kameraüberwachung, den juristischen Weg an.

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09.07.: Gegen Polizeiwillkür und Repression gegen Fußballfans

Nicht erst seit dem “Polizeigesetz” oder dem bevorstehendem neuen “Versammlungsgesetz” stehen Fußballfans im Fokus der Polizei. Vieles wird erst an Ultras erprobt, bevor es (offensichtliche) Linke trifft. Ob Schikanen bei Anreisen oder auch im Stadion- Fußballfans leiden häufig unter Polizeiwillkür, während die “Gewalttäter Sport”-Datei immer weiter auf eine absurde Größe anwächst.

Am 09.07.2021 (abweichend Freitags!) kommt Fan-Anwalt Dr. Andreas Hüttl nach Dortmund und gibt Einblicke in die Konflikte mit der Staatsgewalt rund ums Stadion. Anders als die letzten Antifa Café Vorträge findet der Vortrag wieder live und Vorort statt. Ab 19 Uhr auf dem Mehmet-Kubaşık-Platz.


Die Veranstaltung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.

Ohne die Corona-Pandemie würde das Antifa Café im Nordpol stattfinden. Wir freuen uns, wenn ihr den Laden mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft unterstützt.

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10.06: Die Dortmunder Naziszene: Politik, Gewalt, Terror

Donnerstag | 10. Juni | 20:00 Uhr | Online

Dortmund galt einst als Nazihochburg, Dorstfeld proklamierten die Neonazis als ihren Kiez. Seit wichtige Kader der rechten Szene in Haft sitzen oder weggezogen sind und die Bewegung das früher übliche Dauerfeuer an Demonstrationen und Kundgebungen eingestellt hat, fragen viele: Wie sieht die Dortmunder Naziszene aus, wie gefährlich ist sie noch?
Wir geben im Online-Vortrag einen Überblick über die Strukturen von Die Rechte über Nazis im Fußball und Kampfsport bis hin zur Kameradschaft Tremonia Kollektiv und beleuchtet die Aktivitäten der Dortmunder Naziszene in der Lokalpolitik, Gewalt und rechtem Terror.

Die Veranstaltung wird durch die Rosa Luxemburg Stiftung unterstützt.


Die Veranstaltung wird von uns auf unserer Facebook-Seite online gestreamt und ist auch ohne eigenes Facebook-Profil abrufbar. Der genaue Link wird zudem einige Minuten vor Veranstaltungsbeginn auch hier auf unserem Blog sowie beim Nordpol auf Twitter geteilt.

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13.05: Antifa Einstiegsquiz

Donnerstag | 13. Mai | 20:00 Uhr | Online

Am 13. Mai steht im Antifa Café Dortmund ein kleiner Leckerbissen an. Anstatt eines Vortrags könnt ihr euch in unserem Antifa Einstiegsquiz eine Reihe von Fragen um die Ohren hauen.

Aus verschiedenen Disziplinen fragen wir euch ab 20 Uhr nach Dingen, die ihr zum Einstieg in politische Aktivität wissen solltet. Aber auch wer schon länger am Ball ist, kann in dem Quiz prüfen, wie sicher die wichtigen Fakten zur sicheren Teilnahme an Demonstrationen und Co. oder zu diversen inhaltlichen Themenfeldern noch sitzen. Lernen und Auffrischen ist das Motto!

Die Veranstaltung wird durch die Rosa Luxemburg Stiftung unterstützt.


Update: Die Veranstaltung wird von uns online gestreamt, den Link gibt es 15min vor Veranstaltungsbeginn hier auf unserem Blog, bei Facebook sowie beim Nordpol auf Twitter.

Um aktiv am Quiz teilnehmen zu können, benötigt ihr ein (weiteres) Internetfähiges Endgerät in dem ihr parallel zu unserem Stream den Quiz-Link aufrufen & die Antwortmöglichkeiten anklicken könnt.

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1946108972209918


Damit das Antifa Café nach den Einschränkungen durch Corona wieder im Nordpol stattfinden kann, ist der Nordpol auf eure Unterstützung angewiesen!

Lasst dem Laden doch eine kleine Spende zukommen oder werdet bestenfalls direkt Mitglied! Infos bekommt ihr beim Nordpol.

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03.04: NSU & Spuren nach Dortmund

Wir möchten auf folgende Veranstaltung vom Forum gegen Rassismus hinweisen, welche auch das heutige Antifa Café unterstützt haben:

30. April | 18:00 Uhr | Online

2006 wurde der bei vielen beliebte Kioskbetreiber Mehmet Kubaşık von Neonazis des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) in seinem Kiosk in der Dortmunder Mallinckrodtstraße erschossen. Am 4. April jährt sich dieser Mord nun zum 15. Mal. Neben der Gedenkkundgebung am 4. April gibt es einige weitere Veranstaltungen. Unter anderem lädt das FgR am 3. April um 18 Uhr zu einem Online-Talk mit Caro Keller von NSU Watch über den Mord an Walter Lübcke, den NSU-Komplex und die Spuren des Rechtsterrorismus, die auch nach Dortmund führen.

Anmeldung vorab per Mail: fgr-kontakt@asta.tu-dortmund.de oder buendnis_tagdersolidaritaet@keinschlussstrich-do.de – Der Link wird eine halbe Stunde vor der Veranstaltung verschickt.

Weitere Infos dazu: https://fgrdo.noblogs.org/post/2021/03/29/tag-der-solidaritaet-solidaritaet-statt-schlussstrich/

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Solidarität mit dem Antifa Café Braunschweig!

Demonstration mit dem Banner "Fight Back" Die Angriffe der Faschisten zurückschlagen!"

Solidemo am Abend des 12.03 (Quelle: Marco Kemp)

Die Neonazipartei Die Rechte stellt nicht nur in Dortmund den organisatorischen Ankerpunkt des hiesigen Naziproblems dar. Eine ähnliche Situation findet sich auch in Braunschweig, wo sich gewalttätige Neonazis unter das Parteischirmchen kuscheln. Am 9. März, zwei Tage vor unserer Veranstaltung mit Martina Renner, gab es dort einen Brandanschlag auf das Antifa Café Braunschweig.

Das beherzte Eingreifen von Nachbar*innen verhinderte größere Schäden und ein Übegreifen auf angrenzende Wohnhäuser. Am darauffolgenden Freitag demonstrierten als Reaktion rund 600 Menschen in Braunschweig, um der Drohkulisse, die Neonazis dort gegen ihre Gegner*innen aufzubauen versuchen, entgegenzutreten. In einem Redebeitrag gingen sie auch nochmal auf die Geschichte des Raums und den Tathergang ein.

Wir sind wütend über die rechte Gewalt und die folgenden Bagatellisierungsversuche von Polizei und Staatsanwaltschaft. Beides kennen wir aus Dortmund zur Genüge. Als Antifa Café Dortmund erklären wir uns solidarisch mit den Antifaschist*innen in Braunschweig.

Bleibt standhaft! Alle zusammen gegen den Faschismus!

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01.04: Für immer fremdbestimmt? Über den Vorwurf ein Token zu sein

Die Veranstaltung zum Nachhören bei Radio Nordpol.

Donnerstag | 01. April (vorverlegt) | 20:00 Uhr | Facebook-Live

Vortrag & Diskussion von & mit Tara Falsafi

Begrifflich ist ein Token ein Zeichen, eine symbolhafte Geste. Der Ursprung des Begriffs findet sich bei Martin Luther King. In einem Artikel für die New York Times beschrieb er 1962 das Konzept des Tokenismus als eine Minimalakzeptanz von schwarzen Personen in eigentlich weiß dominierten Bereichen, um die schwarze Bewegung zu besänftigen und vermeintliche Akzeptanz für Schwarze im Generellen aufzuzeigen.

Der Begriff des Tokenismus erfuhr durch Forschungen von Roseboth Moss Kanter in den 1970er Jahren in einer Organisationsstudie eine neue Bedeutung. Token werde hier als eine Gruppe extremer Minderheiten beschrieben, wie etwa vereinzelte Frauen in klassischen Männerberufen.

Kritisiert werden in beiden Definitionen die ausbeuterischen Verhältnisse, in denen sich die sogenannten Token befinden. Es gibt die Erkenntnis, dass Ausbeutung durch Lohnarbeit gerade Frauen und nichtweiße Personen gehäuft in besonderer Härte trifft. Doch anstatt an diese Punkte anzuknüpfen und die Netzwerke zu analysieren, in denen Rassismus, Patriarchat und Kapitalismus aufeinandertreffen, fällt die Verantwortung im queerfeministischen Spektrum durch den Begriff Token – hier verwendet als Äquivalent für Alibikanakinnen ohne eigenständige Meinung – auf jene zurück, welche am meisten unter diesen Umständen zu kämpfen haben: Nicht-weiße, prekär lebende Frauen.

Hinter diesem Konflikt steht ein politischer Kampf um öffentlichen Raum und Richtung, welchem wir uns stellen müssen. Welche Themen umfasst die Gesamtheit einer materialistisch-feministischen Perspektive für die Zukunft und welche Felder des Antirassismus fehlen ihr aktuell, um den Kampf um Raum und Öffentlichkeit mit genügend Schlagkraft führen zu können?

Die Veranstaltung wird durch das Forum gegen Rassismus [TU Dortmund] unterstützt.


Die Veranstaltung wird von uns auf unserer Facebook-Seite unter folgendem Link online gestreamt und ist auch ohne eigenes Facebook-Profil abrufbar: https://facebook.com/245781828925119/live/

Der Link wird zudem einige Minuten vor Veranstaltungsbeginn auch nochmal hier auf unserem Blog sowie beim Nordpol auf Twitter geteilt.

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/4115091465167588/


Damit das Antifa Café nach den Einschränkungen durch Corona wieder im Nordpol stattfinden kann, freuen wir uns, wenn ihr dem Laden eine kleine Spende zukommen lasst oder Mitglied werdet. Infos bekommt ihr beim Nordpol.

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