11.03. Kameradschaft Blaulicht – Rechte Netzwerke in den Sicherheitsbehörden

Donnerstag | 11. März | 20:00 Uhr | Facebook-Live

Spätestens seit der Festnahme von Oberleutnant Franco A. bei dem Versuch, im Februar 2017 eine Waffe nach Deutschland zu schmuggeln, und den anschließenden Erkenntnissen aus Ermittlungen und Recherchen, ist klar: Es gibt rechte Netzwerke in Sicherheitsbehörden.

Ob mit dem Uniter e.V. oder Nordkreuz, in den letzten Jahren häuften sich die Nachrichten über extrem rechte Zusammenschlüsse in Polizei und Bundeswehr. Bereits seit 2016 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz Kenntnisse zu einem Netzwerk Hannibal, in dem sich Angehörige einer Vielzahl von Sicherheitsorganen und auch des Verfassungsschutzes selbst organisierten. Sie tauschten sich in Chatgruppen über die Chancen für einen bewaffneten Umsturz aus oder empörten sich über ein Denkmal für die Opfer des NSU. Mithilfe von Dienstcomputern der Polizei trugen sie eine Liste mit knapp 25.000 Namen und Adressen politischer Gegner:innen zusammen, mit dem Ziel, diese an einem Tag X zu töten.

Auch die persönlichen Daten der seit 2018 verschickten und mit dem Namen NSU 2.0 unterschriebenen Morddrohungen wurden von Dienstcomputern in Polizeibehörden abgefragt. Ziel dieser Drohungen waren vor allem die OpferAnwält:innen im NSUProzess und viele weitere Menschen, die sich beispielsweise öffentlich gegen Rassismus und Antisemitismus engagiert haben.

Dabei handelt es sich lediglich um wenige ausgewählte Beispiele aus einem kaum überschaubaren Pool weiterer ähnlicher Ereignisse. Wer hier von Einzelfällen spricht, die keine gemeinsame strukturelle Ursache haben, verharmlost das Problem.

Unsere Referentin MdB Martina Renner ist Sprecherin für antifaschistische Politik der Bundestagsfraktion der LINKEN. Sie war Mitglied im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss. In diesem Vortrag wird sie die Strukturen von rechten Netzwerken in Sicherheitsbehörden vorstellen und die Reaktionen von Staat und Gesellschaft betrachten.

Die Veranstaltung wird von uns auf unserer Facebook-Seite online gestreamt und ist auch ohne eigenes Facebook-Profil abrufbar. Der genaue Link wird zudem einige Minuten vor Veranstaltungsbeginn auch hier auf unserem Blog & sowie beim Nordpol auf Twitter geteilt.

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1379521322440345/


Damit das Antifa Café nach den Einschränkungen durch Corona wieder im Nordpol stattfinden kann, freuen wir uns, wenn ihr dem Laden eine kleine Spende zukommen lasst oder Mitglied werdet. Infos bekommt ihr beim Nordpol.


Kommende Veranstaltungen im Antifa Café Dortmund:

  • 01. April (vorverlegt): Für immer Fremdbestimmt – Über den Vorwurf ein Token zu sein (Tara Falsafi)
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Antifa Café supports Nordpol

Während viele von uns psychisch und physisch durch den Virus leiden, leiden Kulturzentren und Kneipen vor allem finanziell.

Offene Kosten, allen voran natürlich die Miete, müssen weiterhin getragen werden. Der Nordpol war bereits vor der Pandemie auf Spenden angewiesen, aber ohne die weiteren regelmäßigen Einnahmen durch Partys, Tresen und politische Veranstaltungen (wie z. B. unser Antifa Café) können die Kosten nicht mehr gedeckt werden.

Der Nordpol ist ein Treffpunkt für uns alle, um uns zu bilden, zusammenzuwachsen, und zusammen zu feiern. Er ist Treffpunkt nach jeder Demo und gemütlicher Markt am “DIY-Basar”. Er ist Ort des Lernens im “Sprach-Café” und schafft Kunst mit dem “Druckkollektiv Unterdruck”. Die Tresen bieten eine oft sehr schöne Partykultur. – Kurzum: Der Nordpol ist kein Raum den wir vermissen wollen!

Wir als Antifa Café, waren von Beginn an Teil des Nordpols. Er bietet uns Raum für politische Bildungsarbeit und viele schöne und vor allem lehrreiche Stunden. Außerdem ist er damit auch Ort der Kontaktfindung zu anderen Antifaschist:innen.

Daher bitten wir euch inständig: Wenn ihr könnt, spendet doch euer eingespartes Kneipengeld oder übrige Euros an den Norpol – oder werdet sogar Mitglied, damit wir auch wenn Läden wieder öffnen dürfen, noch immer einen Nordpol haben, in dem wir gemeinsam Veranstaltungen besuchen können.

Alle Infos dazu gibt’s direkt beim Nordpol.

(Natürlich ist auch die Pandemie für einige finanziell ein großes Problem. Fühlt euch nicht unter Druck gesetzt, wenn ihr selbst kaum was übrig habt.)

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11.02.2021: In bester Verfassung?! – Die Überwachung linker Bands durch den sächsischen Verfassungsschutz


Donnerstag | 11. Februar | 20:00 Uhr | im Online-Stream

Nachdem im sächsischen Verfassungsschutzbericht des Jahres 2017 im Kapitel “linksextremistische Musikszene” lediglich zwei Bands aufgeführt worden sind, waren unter der gleichen Rubrik 2018 auf einmal elf Bands zu finden. Die gegen die Bands erhobenen Vorwürfe erwiesen sich als zurechtkonstruiert und nicht haltbar, bildeten aber für die Bands wie auch die Konzertorte, in denen sie aufgetreten sind, eine Bedrohung.

Darum beschlossen 2019 drei der betroffenen Bands, Klage gegen den Verfassungsschutz einzureichen – und hatten Erfolg!

Der Vortrag erläutert nicht nur überblicksartig die Geschichte und die Arbeitsweise des Verfassungsschutzes, sondern zeigt anhand dieses umfangreichen Falls auch, mit welch fragwürdigen Mitteln der Verfassungsschutz zu seinen vermeintlichen Erkenntnissen und Einschätzungen gelangt.

Die Veranstaltung wird von uns auf unserer Facebook-Seite online gestreamt und ist auch ohne eigenes Facebook-Profil abrufbar. Der genaue Link wird zudem 15min vor Veranstaltungsbeginn auch hier auf dem Blog & sowie beim Nordpol auf Twitter geteilt.

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/420819909187001/


Damit das Antifa Café nach den Einschränkungen durch Corona wieder im Nordpol stattfinden kann, freuen wir uns, wenn ihr dem Laden eine kleine Spende zukommen lasst oder Mitglied werdet. Infos bekommt ihr beim Nordpol.


Kommende Veranstaltungen im Antifa Café Dortmund:

  • 11. März: Kameradschaft Blaulicht – Rechte Netzwerke in den Sicherheitsbehörden (Martina Renner)
  • 01. April (vorverlegt): Für immer Fremdbestimmt – Über den Vorwurf ein Token zu sein (Tara Falsafi)
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10.12.2020: Merry Quizmas – interaktiver Jahresrückblick

Merry Quizmas | 10.12. | 20:00 UhrDonnerstag | 10. Dezember | 20:00 Uhr | im Online-Stream

Ho, ho, ho!
Am 10. Dezember kommt das Antifa Café zu euch nach Hause. Ganz recht! Aber nicht durch den Kamin, sondern durch dieses Internet. Der ‘AK Cineastik & Materialismus’ macht dieses Jahr Pandemiewinterschlaf und auch eure Lieblingsbücher braucht ihr dieses Jahr nicht mit in den Nordpol zu bringen. Stattdessen könnt ihr euch gemütlich bei einem warmen Kakao auf’s Sofa kuscheln und mit uns ein wunderbares Jahresrückblicks-Quiz spielen. Wenn das coronakonform machbar ist, könnt ihr euch dafür gerne eure liebsten WG-Genoss*innen oder Antifageschwister dazuholen – wie jedes Jahr also ein Dezember-Café für die ganze “Familie”. [Außerdem winken tolle Preise!] Also paukt noch einmal, was dieses Jahr so alles passiert ist* und haltet euch den 10.12. ab 20 Uhr frei. Dann heißt es nämlich: Merry Quizmas!
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12.11. Der rechte Anschlag von Halle – Versuch einer Einordnung

Die Veranstaltung  zum Nachhören bei Radio Nordpol.

Inzwischen sind schon 19. Verhandlungstage und der erste Jahrestag des antisemitischen, rassistischen und frauenfeindlichen Terroranschlags am 9. Oktober 2019 in Halle vergangen. Aus den vielen Statements von Politik und Gesellschaft ist erwartungsgemäß nicht viel geworden.

Im Laufe des Verfahrens wird immer deutlicher, dass BKA, Staatsanwaltschaft und Teile der Presse genau das zu zementieren versuchen, was sie angekündigt haben: Es handele sich um einen Einzeltäter der vollkommen losgelöst von allen gesellschaftlichen Einbindungen gehandelt hätte.

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“… gemeint sind wir alle!” Solidarität mit dem Nordpol und gegen Überwachung linker Räume

An dieser Stelle möchten wir keine Veranstaltung bewerben, sondern uns mit den Freund*innen vom “Nordpol e.V.” solidarisieren, in dessen Räumlichkeiten in der Münsterstraße wir seit vielen Jahren unsere Abende mit dem Antifa Café veranstalten – den letzten aufgrund der Pandemie im März.

Die Münsterstraße soll auf Anregung der Dortmunder Polizei bald dauerhaft mit Überwachungskameras ausgestattet werden und drei davon in unmittelbarer Nähe vom Nordpol.

Was das alles mit Rassismus und Repression gegen linke Räume zu tun hat und warum wir das scheiße finden, könnt ihr im Statement vom Nordpol lesen, das wir im folgenden teilen und dem wir uns bedingungslos anschließen.

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September: Veranstaltung zu materialistischem Feminismus online

Mit – definitiv zu viel – Verspätung ist die für den 10. September geplante Veranstaltung des Antifa Cafés Dortmund nun online nachhörbar:

Leider ist der Livestream aufgrund von Probleme unsererseits am Tag selber ausgefallen. Dafür wollen wir uns an dieser Stelle nochmals entschuldigen!

Wir danken den Referent*innen von Diskursiv Aachen für die Ermöglichung dieser spannenden Veranstaltung!

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10.09.2020: Einführung in den materialistischen Feminismus

Die Veranstaltung  zum Nachhören bei Radio Nordpol.

Donnerstag | 10. September| 20:00 Uhr | Radio Nordpol

In den letzten Jahrzehnten findet immer mehr eine popkuturelle Ausrichtung feministischer Theorie und Praxis statt. Man könnte fast meinen es würde reichen ein T-Shirt mit dem Slogan Feminist zu tragen oder die richtige Schreibweise zu finden, um dem Patriarchat den Gar aus zu machen. Zeitgleich kann man beobachten, dass die Anzahl an Femiziden weltweit steigt, sich zunehmend Staaten explizit antifeministisch formieren und auch hierzulande ein diskursiver Backlash stattfindet und bereits gefochtene Kämpfe wieder in Frage gestellt werden. Beyonces Slogan „Who run the World? Girls“ wirkt auf uns wie ein schlechter Witz. Eine Antwort darauf, warum sich trotz aller feministischer Kämpfe patriarchale Verhältnisse weiter durchsetzen, kann das bei weitem nicht bieten.

Demgegenüber wollen wir eine Analyse der Gesellschaft setzen, die mehr vermag als eine bloße Darstellung von Lebensweisen, die bei einer Diversifizierung des Bestehenden verbleibt. Nur indem die Grundlage kapitalistischen Wirtschaftens und dessen Auswirkungen auf das Geschlechterverhältnis verstanden wird, können die kapitalistisch patriarchalen Verhältnisse tatsächlich zum Tanzen gebracht werden. Hierfür wollen wir in unserem Vortrag eine Grundlage schaffen und das Interesse wecken, sich weitergehend mit einer materialistischen Analyse auseinanderzusetzen.

Der Vortrag wird gehalten von Diskursiv Aachen und beginnt um 20:00 Uhr im Radio Nordpol.

Im Nachtrag findet ihr die Aufzeichnung wie immer beim Radio Nordpol auf Blog & Spotify.

Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht.

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13.08.2020: Vom „Kleinen“ zum Großen? Rechte Politik auf lokaler Ebene

Die Veranstaltung  zum Nachhören bei Radio Nordpol.

Donnerstag | 13. August | 20:00 Uhr | Radio Nordpol

Live & Online: Ein Blick auf die Kommunalwahlantritte von AfD, Die Rechte und NPD

Zur Unterstützung: Die Präsentation zum Vortrag zum selbst durchklicken

Am 13. September 2020 finden in NRW die Kommunalwahlen statt. Eine Vielzahl an Gremien und Ämtern werden neu besetzt – im Ruhrgebiet wird mit zudem erstmals das „Ruhrparlament“ direkt von den Wähler*innen gewählt.

Im Vortrag wird über die Wahlantritte neonazistischer und rechtsextremistischer Parteien in NRW informiert. Neben einem Blick auf Programmatik und Kandidierende wird dabei vor allem darauf geschaut, welche Bedeutung die jeweiligen Parteien der Kommunalpolitik zusprechen. Und ob es ihnen gelingt, diese Ansprüche umzusetzen.

Schwerpunkt des Vortrags ist die AfD. Denn trotz vieler innerparteilicher Probleme ist davon auszugehen, dass von dieser Partei weit mehr Vertreter*innen in die kommunalen Gremien einziehen werden, als das bislang in NRW der Fall war.

Weiterhin werden mögliche Auswirkungen einer wachsenden Präsenz rechter Parteien auf kommunaler Ebene diskutiert, bevor thematisiert wird, welche Strategien gegen deren Einzug angewandt werden können. Und wie ein Umgang aussehen sollte, wenn die Mandatsträger*innen nach den Wahlen versuchen, sich auf kommunaler Ebene zu etablieren.

Der Vortrag findet ab 20:00 Uhr im Radio Nordpol statt.

Ihr könnt unter #antifacafedo oder an die Social Media Kanäle des Nordpols eure Fragen an den Referenten stellen. Wir fragen ihn nach dem Vortrag live für euch.

Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht.

Facebookveranstaltung: www.facebook.com/events/288071222294259

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25.06.2020: Behinderung als Benachteiligungskonstante – Perspektive auf Behinderung früher und heute.

Die Veranstaltung  zum Nachhören bei Radio Nordpol.

Donnerstag | 25. Juni| 20:00 Uhr | Radio Nordpol

75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges stellt sich die Frage: Welche Konsequenzen haben wir gezogen. Helfen uns Menschenrechte wirklich immer weiter? Haben die Vereinten Nationen Unrecht besiegt? Für Menschen mit Behinderungen stellen sich diese Fragen tatsächlich existenziell immerzu. So gibt es erst seit 2009 gilt die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland, also explizite Menschenrechte für behinderte Menschen. Ist das genug? Werden Sie umgesetzt? Das alles und mehr diskutieren wir mit Constantin Grosch, Inklusionsaktivist und Politiker.

Der Livestream am eigentlichen Datum ist im Juni leider kurzfristig ausgefallen, daher gibt es nun den Ersatztermin:

Der Vortrag findet ab 20:00 Uhr im Radio Nordpol statt.

Ihr könnt unter #antifacafedo oder an die Social Media Kanäle des Nordpols eure Fragen an den Referenten stellen. Wir fragen ihn nach dem Vortrag live für euch.

Wer mag, kann vorher auch schon im Archiv Behindertenbewegung reinlesen: https://archiv-behindertenbewegung.org/

Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht.

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