
Donnerstag | 25. August| 20:00 Uhr | Bornstr. 144 | Dortmund | 2G++
“Wo wart ihr in Rostock?“
schrien Antifas nach dem Pogrom in Rostock 1992 der Polizei entgegen.
Selbst der Polizei hatten wir nicht zugetraut, dass Sie tatenlos zusieht, wie ein bürgerlicher und faschistischer Mob ein Haus mit vietnamesischen Vertragsarbeiter:innen anzündet. Die Erlebnisse rund um Rostock haben uns geprägt, wir wollten nicht Zuschauer bei der rassistischen Hatz auf Flüchtlinge sein.
Seit 1990 sind mindestens 213 Menschen aufgrund rechter Gewalt getötet worden. Neben diesen offensichtlichen Barbareien von Nazis war aber auch die unerträgliche politische Situation ein Grund, uns zu wehren. Der aufkeimende Nationalismus der 90er Jahre und das „wir sind wieder wer“ Gehabe mit Reichskriegsflaggen auf öffentlichen Plätzen und in Stadien, zeigte die Stimmung der Bevölkerung. Die bürgerlichen Medien übernahmen Symboliken und Inhalte von Rechtsaußen Parteien und in der Jugendzeitung Bravo gab es einen Reichskriegsflaggenaufkleber… Der Faschismus war in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das hielten wir nicht aus. Wir mussten etwas tun.
Wir waren nicht vorbereitet auf diese Situation, aber es fanden sich auch Andere, die mitmachen und dem Unerträglichen ein Ende setzen wollten. Es waren sehr unterschiedliche Menschen, die wir kennengelernt haben, die Geflüchteten geholfen haben, Nachtwachen in Flüchtlingsheimen übernommen haben oder einfach mal Zivilcourage gezeigt haben, weil sie es nicht mehr aushielten – Christen, migrantische Jugendliche, aber auch die ein oder andere Spießbürger:in, die sich diesen nazistischen Wahnsinn nicht gefallen lassen wollte. Aber insbesondere auch die Geflüchteten wehrten sich gegen die Angriffe. Dies waren die beeindruckendsten Momente in der antifaschistischen Selbsthilfe. Aus ihren Ländern vor politischer Verfolgung geflohen, wehrten sie sich massiv gegen den braunen Mob.
Diese Gesellschaft hat viel verdrängt und eine Aufarbeitung hat es nie gegeben. Die Brandstifter:innen von damals sind zum Teil immer noch in rechten Organisationen aktiv. Die geistigen Brandstifter:innen aus Politik und Wirtschaft sitzen in hohen Ämtern, werden geehrt und gefeiert, als hätte es das Alles niemals gegeben.
Der Zeitzeugen-Vortrag beim Antifa Café Dortmund beginnt am 25. August um 20:00 Uhr in der Bornstr. 144 und wird auch live im Radio Nordpol gestreamt: https://radio.nrdpl.org/live/
Wie immer unter 2G++ Bedingungen (Test auch bei geboosterten). Wenn ihr vorher keinen Schnelltest machen könnt/wollt, könnt ihr auch vor Ort einen Selbsttest durchführen.
Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt.
Aufgrund aktueller Entwicklungen müssen wir das für morgen geplante Offene Antifa Treffen sowie das Antifa Café im Anschluss leider absagen – wir sehen uns im September wieder!
Am 11.08. findet wieder ab 18 Uhr das Offene Antifa Treffen statt. Im Anschluss wird es im Antifa Café einen Vortrag zu Neonazis geben. Weitere Infos zum Vortrag und zur Räumlichkeit folgen.
Das, was in Halle und in Hanau passiert ist, hat dich wütend gemacht? Dann wandle deine Wut in organisierten Widerstand um und werde aktiv! Du möchtest dich politisch links und antifaschistisch engagieren, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst oder an wen du dich wenden kannst? Dann ist das Offene Antifatreffen (OAT) genau das Richtige für dich!
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Aussonderung in der Schule, Ausbeutung in der Werkstatt, Eingesperrt im Heim oder ausgesperrt wegen fehlender Barrierefreiheit. Behinderte Menschen werden scheiße behandelt, aber viele Linke haben das bisher noch kaum auf dem Schirm. Der Vortrag macht eine Einführung zur Behindertenpolitik in Deutschland und zeigt Grundlagen einer linken Kritik an den bestehenden Zuständen auf: Warum lohnt es sich mit Behindertenpolitik auseinander zu setzen? Was ist Eugenik und warum spielt sie im Kontext von Corona so eine große Rolle? Warum muss eine linke Analyse von Behinderung an der Organisation von Arbeit ansetzen?
Das, was in Halle und in Hanau passiert ist, hat dich wütend gemacht? Dann wandle deine Wut in organisierten Widerstand um und werde aktiv! Du möchtest dich politisch links und antifaschistisch engagieren, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst oder an wen du dich wenden kannst? Dann ist das Offene Antifatreffen (OAT) genau das Richtige für dich! Beim OAT lernst du neue Menschen kennen, mit denen du politisch auf einer Wellenlänge bist und gemeinsam können wir aktuelle Themen besprechen, Aktionsformen planen und eine starke Antifa in unserer Stadt bilden.
Das, was in Halle und in Hanau passiert ist, hat dich wütend gemacht? Dann wandle deine Wut in organisierten Widerstand um und werde aktiv! 
