Die Veranstaltung zum Nachhören bei Radio Nordpol.
Donnerstag | 10. September| 20:00 Uhr | Radio Nordpol
In den letzten Jahrzehnten findet immer mehr eine popkuturelle Ausrichtung feministischer Theorie und Praxis statt. Man könnte fast meinen es würde reichen ein T-Shirt mit dem Slogan Feminist zu tragen oder die richtige Schreibweise zu finden, um dem Patriarchat den Gar aus zu machen. Zeitgleich kann man beobachten, dass die Anzahl an Femiziden weltweit steigt, sich zunehmend Staaten explizit antifeministisch formieren und auch hierzulande ein diskursiver Backlash stattfindet und bereits gefochtene Kämpfe wieder in Frage gestellt werden. Beyonces Slogan „Who run the World? Girls“ wirkt auf uns wie ein schlechter Witz. Eine Antwort darauf, warum sich trotz aller feministischer Kämpfe patriarchale Verhältnisse weiter durchsetzen, kann das bei weitem nicht bieten.
Demgegenüber wollen wir eine Analyse der Gesellschaft setzen, die mehr vermag als eine bloße Darstellung von Lebensweisen, die bei einer Diversifizierung des Bestehenden verbleibt. Nur indem die Grundlage kapitalistischen Wirtschaftens und dessen Auswirkungen auf das Geschlechterverhältnis verstanden wird, können die kapitalistisch patriarchalen Verhältnisse tatsächlich zum Tanzen gebracht werden. Hierfür wollen wir in unserem Vortrag eine Grundlage schaffen und das Interesse wecken, sich weitergehend mit einer materialistischen Analyse auseinanderzusetzen.
Der Vortrag wird gehalten von Diskursiv Aachen und beginnt um 20:00 Uhr im Radio Nordpol.
Im Nachtrag findet ihr die Aufzeichnung wie immer beim Radio Nordpol auf Blog & Spotify.
Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ermöglicht.




Spätsommer 2018, der Hambacher Forst, der vorher nur in der Klimabewegung eine größere Bekanntheit hatte, wird zum bundesweiten Protestbrennpunkt. Über Wochen wird die Waldbesetzung von der Polizei geräumt, der Wald soll dem Braunkohletagebau weichen. Ein Mensch stirbt durch einen Sturz.
Ursprünglich wollten wir am kommenden Donnerstag die Türen des Nordpols öffenen, um den nächsten Vortrag zu lauschen. In Zeit der Pandemie können wir das leider nicht tun. Auch wenn wir uns lange nicht gemeldet haben, heißt das nicht, dass das Antifa-Café nicht stattfindet. Haltet euch den Donnerstagabend frei für spannende Inhalte, denen ihr von der Couch, Bett oder wovon auch immer zuhören könnt. Und solange heißt es #StayHome, #StayTuned!

Im letzten Jahr ist viel passiert: Demos, Blockaden und wir haben viele neue Menschen getroffen, die sich politisch für eine freie Gesellschaft engagieren wollen.

